Wandern mit Ausblick – Route zum Stausee Kinzig von Schömberg

Inhaltsverzeichnis

Blick auf Stausee Kinzig – Rastplatz mit Seeblick (Runde von Schömberg)

Einleitung

Diese Rundwanderung bei Schömberg im Nordschwarzwald führt auf einer mittelschweren Route rund um den Stausee Kleine Kinzig. Start und Ziel ist ein Parkplatz bei Schömberg. Die Tour ist etwa 12 km lang und dauert rund 3,5 Stunden. Dabei sind etwa 290 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen. Die Wege sind meist leicht begehbar – ein Mix aus Waldpfaden, gut befestigten Forstwegen und asphaltierten Abschnitten. Technische Schwierigkeiten gibt es keine; eine gute Grundkondition für die Strecke ist jedoch erforderlich. Da es sich um die Trinkwassertalsperre Kleine Kinzig handelt, liegt die Route in einem geschützten Gebiet im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Wanderer werden gebeten, auf den Wegen zu bleiben und die lokalen Vorschriften zu beachten.

Die reizvolle Wanderung verbindet Naturgenuss mit interessanten Einblicken in die Wasserwirtschaft. Im Verlauf passiert man nacheinander folgende Stationen: den Parkplatz (Ausgangspunkt), den Aussichtspunkt „Blick auf Stausee Kinzig“, die Pausenhütte, die Obere Staustufe (Vorsperre), den Rastplatz mit Seeblick, den Staudamm der Kinzigtalsperre, einen Blick auf den Stausee vom Rückweg sowie die abschließende Aussicht Stausee kurz vor Schömberg.

Station 1: Parkplatz – Startpunkt in Schömberg

Die Tour beginnt am Parkplatz in Schömberg, einem kleinen Ortsteil der Gemeinde Loßburg unweit von Freudenstadt. Schon hier, am Rand des Schwarzwalds, stimmt die waldreiche Umgebung auf die Wanderung ein. Eine Infotafel oder Wegweiser weisen auf den Rundweg um die Kleine Kinzig hin – oftmals auch „Wasserpfad“ genannt, da entlang der Strecke Informationstafeln zur Wasserversorgung installiert sind. Vom Parkplatz aus folgt man einem Weg, der zunächst leicht bergab durch Mischwald in Richtung Tal der Kleinen Kinzig führt. Der Untergrund ist angenehm – teils Schotter, teils Waldpfad – und lässt bereits Waldgerüche und Vogelzwitschern genießen. Nach etwa 2 Kilometern erreicht man den Talgrund und nähert sich dem Stausee.

Station 2: Blick auf Stausee Kinzig – Erster Ausblick

Nach einigen hundert Metern am See entlang erreicht man den Aussichtspunkt „Blick auf Stausee Kinzig“, der seinem Namen alle Ehre macht. Von diesem leicht erhöhten Panoramapunkt öffnet sich erstmals der Blick auf den gesamten Stausee Kleine Kinzig. Die Wasseroberfläche schimmert je nach Wetterlage in tiefem Grünblau und spiegelt die steilen bewaldeten Hänge des umliegenden Schwarzwald-Tals wider. Besonders markant fällt der Entnahmeturm in der Mitte des Sees auf – ein weißer, turmartiger Schacht, der aus dem Wasser ragt. Dieser Turm gehört zur Talsperren-Technik und beherbergt unter anderem den Ablauf für das überschüssige Wasser sowie die Ansaugstutzen für die Trinkwasserentnahme.

Der Aussichtspunkt selbst ist mit einer Bank ausgestattet, sodass man in Ruhe den Ausblick genießen oder eine erste kurze Trinkpause einlegen kann. Der Weg führt danach weiter dem Uferverlauf entlang. Leicht bergauf und bergab schmiegt er sich an den Hang, immer wieder mit Blicken auf den See zwischen den Bäumen.

Station 3: Pausenhütte – Rast inmitten der Natur

Etwa einen halben Kilometer vom ersten Aussichtspunkt entfernt gelangt man zur Pausenhütte, einer kleinen Schutzhütte am Wegesrand. Diese urige Hütte – aus dunklem Holz gezimmert mit einer Sitzbank im Inneren – lädt zu einer Rast ein. Die Pausenhütte liegt an einer leichten Wegbiegung oberhalb des Sees. Von hier aus hat man erneut einen schönen, diesmal etwas höher gelegenen Blick auf den Stausee. Sollte das Wetter einmal umschlagen, bietet die Hütte Schutz vor einem Regenschauer.

Station 4: Obere Staustufe – Vorsperre des Stausees

Am oberen (südwestlichen) Ende des Sees liegt die Obere Staustufe, eine kleinere Staumauer, die als Vorsperre dient. Diese Vorsperre ist ein vorgeschalteter Minidamm, der den Zulauf der Kleinen Kinzig zunächst in einem kleinen Vorbecken staut, bevor das Wasser in den Hauptsee gelangt. Für Wanderer bietet die Überquerung der Oberen Staustufe einen besonderen Moment: Hier kann man nach links in das Vorbecken und die weiter oben liegende Schlucht der Kleinen Kinzig blicken, nach rechts erstreckt sich wieder der große Stausee.

Station 5: Rastplatz mit Seeblick – Picknick mit Panorama

Nach rund 8,5 Kilometern Gesamtstrecke erreicht man den Rastplatz mit Seeblick, einen der schönsten Haltepunkte dieser Wanderung. Dabei handelt es sich um eine kleine Lichtung am Weg, ausgestattet mit Bänken oder Baumstämmen zum Sitzen. Hier öffnet sich der Wald und gibt den Blick frei auf den Stausee, der nun fast in voller Länge überblickt werden kann. Dieser Rastplatz macht seinem Namen alle Ehre: Man sitzt erhöht am Hang und schaut hinunter auf das tiefblau schimmernde Wasser, das von grünen Schwarzwaldbergen eingerahmt ist.

Station 6: Staudamm Kinzigtalsperre – Imposantes Bauwerk

Die Hauptstaumauer der Kleinen Kinzig ist ein imposantes Bauwerk. Mit einer Höhe von rund 70 Metern über der Talsohle und einer Kronenlänge von etwa 270 Metern wirkt der Damm beeindruckend massiv. Über die Staumauer zu laufen ist ein faszinierendes Erlebnis. Zur linken Seite blickt man auf den Stausee, zur rechten Seite fällt das Gelände steil ab in das darunterliegende Tal der Kleinen Kinzig. Die Mächtigkeit des Damms wird einem hier besonders bewusst.

Blick auf den Stausee – Rückweg mit Aussicht

Hinter dem nördlichen Ende der Staumauer verzweigt sich der Weg. Unsere Route steigt nun rechts abzweigend bergauf in Richtung Schömberg. Schon nach wenigen Minuten öffnet sich bei einer Kurve ein weiterer Blick auf den Stausee. Von hier oben überblickt man den Stausee aus etwas größerer Entfernung und Höhe. Die Strecke führt weiter bergan, wechselt zwischen offenerem Gebiet und Waldstücken, bis sie sich wieder Schömberg nähert.

Aussicht Stausee – Finale Perspektive

Bevor man endgültig zum Parkplatz zurückkehrt, erreicht man oberhalb von Schömberg die „Aussicht Stausee“, die einen letzten, spektakulären Panoramablick bietet. Dieser Aussichtspunkt liegt auf etwa 750 Metern Höhe und gewährt eine Gesamtübersicht über das Kinzigtal mit dem Stausee. Von hier oben erscheint der See wie ein blau-grünes Band, das sich durch die Wälder zieht. Die letzten Meter des Weges führen dann hinab nach Schömberg zurück zum Ausgangspunkt.

Praktische Hinweise für Wanderer

  • Wegmarkierung und Navigation: Die Route ist in Teilen als „Wasserpfad Kleine Kinzig“ ausgeschildert. Eine Offline-Karte oder ein GPS-Gerät ist empfehlenswert.
  • Ausrüstung: Feste Wanderschuhe sind sinnvoll, bei feuchtem Wetter sind Wanderstöcke hilfreich.
  • Verpflegung: Es gibt keine Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke, daher Proviant und Getränke mitnehmen.
  • Wasser und Schutzgebiet: Schwimmen, Angeln und sonstige Freizeitaktivitäten im See sind untersagt.
  • Anreise: Parkmöglichkeiten gibt es am Ortsrand von Schömberg. Anbindung mit dem Bus von Loßburg oder Freudenstadt.

Fazit

Die Rundwanderung um den Stausee Kleine Kinzig ist ein echtes Schwarzwald-Highlight. Ob für Panorama-Liebhaber, Naturfreunde oder technisch Interessierte – die Tour hält für jeden etwas bereit. Viel Freude beim Nachwandern!

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